Aspartam

Vorgeschichte

1965 entdeckte der Chemiker James M. Schlatter auf der Suche nach einem Mittel gegen Magengeschwüre Aspartam. Bereits direkt nach der Entdeckung gab es immer wieder kontroverse Studien und Debatten über die Verträglichkeit des Stoffes. Bis Mitte der 70er Jahre stand es sogar auf einer CIA-Liste als biochemischer Kampfstoff. Chemiker von G. D. Searle and Company (1985 von Monsanto übernommen) entdeckten sein lukratives Potential und machten 1965 einen Süßstoff daraus. Die zuständige amerikanische Behörde Food and Drug Administration (FDA) lehnte die Zulassung bis 1981 ab, erst nach einer großen Anzahl toxikologischer und klinischer Studien wurde der Gebrauch für sicher erklärt. Kritiker erklären sich das vor allem durch die wirtschaftlichen und politischen Verstrickungen – Donald Rumsfeld, Verteidigungsminister unter George Bush, soll für die Zulassung des Stoffes verantwortlich sein:

Von 1977 bis 1985 arbeitete Rumsfeld bei der Firma Searl Laboratories, bis er vom damaligen Präsident Ronald Reagan in die Regierung berufen wurde. Einen Tag nach seinem Dienstantritt benannte er Arthur Hayes, einen bekennenden Befürworter von Aspartam, zum Vorsitzenden der FDA – unter dessen Leitung das Mittel kurz darauf auch genehmigt wurde. Arthur Hull Hays schied wenige Monate nachdem er Nutra-Sweet zugelassen hatte, aus der FDA aus nahm und eine Beraterposition bei Monsanto an

Seit 1994 ist es in der EU, bereits seit 1990 in Deutschland, zugelassen. Aspartam muss in der Inhaltsangabe von Produkten nicht direkt angeführt sein, meist wird es mit den Worten „enthält eine Phenylalalinquelle“ umschrieben oder mit E951 gekennzeichnet.

Studie von Dr.Soffritti am Ramazzini-Institut für Krebsforschung in Bologna

Aspartam, ein in über 6000 verschiedenen Produkten (soft-drinks, Kaugummis, Süßigkeiten, Yoghurt,…) enthaltenes Süßungsmittel. 1800 Ratten wurden mit verschieden hohen Dosen gefüttert. Im Gegensatz zu den bisherigen Studien war diese auf einen langen Zeitraum angelegt – bis zum Tod der Versuchstiere.

Aspartam zerfällt bei etwa 30 Grad Celsius in seine (giftige) Bestandteile, welche dann vom Organismus verwertet werden: Methylalkohol, Asparaginsäure und Phenylalanin – 3 Neurotoxine.

Ergebnisse: Tiere, die während der Studie mit Aspartam gefüttert wurden, erkrankten häufiger an Nierenkrebs, Lymphdrüsenkrebs und Leukämien als die Kontrolltiere. Ein Trend zu einer erhöhten Tumorrate war bereits bei Dosierungen vorhanden, die unterhalb der Grenzwerte für den Verzehr beim Menschen liegen (40mg/kg). Die zuständige EU-Lebenmittelbehörde (EFSA), sowie das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) reagierten auf die Studie verhalten und vertraten weiterhin den Standpunkt, dass Aspartam sicher und verträglich sei. Sie kritisierten vor allem die lange Dauer der Studie, da Krebs auch eine Alterserkrankung sein könne.

Andere Studien

Es mag unrealistisch sein, dass ein Mensch an einem Tag 30 Liter Softgetränke trinkt – bei einer Studie aus dem Jahr 1986 von Anthony Kulczycki Junior, reagierten die Probanden jedoch bereits bei niedrigeren Dosen mit allergischen Reaktionen auf den Konsum.

Aufsehen erregte im Jahre 2004 endlich ein Brief von Dr.Russell Blaylock (US-amerikanischer Neurochirurg), der im Miami Herald vom 24.4.2004 die Versicherung der NutraSweet Company (Tochterfirma von Monsanto), Aspartam sei sicher für Frauen in der Schwangerschaft, als „den ernsthaftesten Bruch des öffentlichen Vertrauens in der Geschichte der Nation“ bezeichnete; ganz zu schweigen von den Schäden, die der Fötus erleide, und die sich lebenslang fortsetzten. Die Öffentlichkeit sei zwar betroffen von der Zunahme von Adipositas und Diabetes bei Kindern, aber nur wenige wüssten, dass eine Aufnahme von Excito-Toxinen , wie sie in Aspartam zu finden sind, Fettleibigkeit und Insulinresistenz (Diabetes Mellitus Typ 2) hervorrufe.

Blaylock legte in seinem Buch „Excitotoxins, The taste that kills“ dar, dass bei der Aspartamzulassung Vorteilsnahme, Korruption und aggressiv gefälschte Labortests im Spiel waren. Mike Wallace (US-amerikanischer Journalist) bemerkte hierzu, dass kaum jemand wisse, dass die Zulassung von Nutra- Sweet tatsächlich eins der Verfahren mit den meisten Einsprüchen in der Geschichte der FDA gewesen ist. Die Verbraucher hätten der FDA seinerzeit mehr als 7000 Gegenreaktionen mitgeteilt.

Zwei im März 2011 veröffentlichte Studien stuften Aspartam erneut als enorm gesundheitsschädlich ein – die Forscher brachten den Süßstoff mit einem gestiegenen Risiko für Frühgeburten in Verbindung.

Résumé

Auch wenn die EFSA all diese Studien als „nicht aussagekräftig“ abtat und keine Änderungen der Zulassung in Betracht zieht– ein bitterer Nachgeschmack bleibt zurück.

Quellen:

http://cebp.aacrjournals.org/content/15/9/1654.full

http://web.archive.org/web/20100816073912/http://www.ramazzini.it/ricerca/pdfUpload/Eur%20J%20Oncol%20Vol%2010%20107-116_2005.pdf

Excitotoxins: The Taste That Kills (Russel L. Blaylock; 1st Ed. 1996)

Kulczycki A Jr. Aspartame-induced hives. J Allergy Clin Immunol. 1995 Feb;95(2):639-40

Kulczycki A Jr. Aspartame-induced urticaria. Ann Intern Med. 1986 Feb;104(2):207-8

http://ajcn.nutrition.org/content/96/6/1419.full

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