Die Kontroverse des Tabakkonsums

Im Jahr 2000 konsumierte im jeder Deutsche im Schnitt 1699 Zigaretten pro Jahr, 2012 waren es 1008; das ist eine Reduktion um 40,7%.
Im Jahr 2010 erkrankten 477.300 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Das sind etwa 7.500 Patienten mehr als 2008. Für das Jahr 2014 erwarten die Wissenschaftler rund 500.900 neue Krebserkrankungen. Um diese Aussage treffen zu können, wurden die Schätzungen für das Jahr 2010 auf Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung des Jahres 2014 übertragen.

Die Raucherzahlen sinken, die Krebsrate steigt. Prinzipiell nachvollziehbar, da Krebs erst nach Jahren auftritt, ABER:

Seit 1972 erkennt man einen Rückgang der männlichen Raucher und einen Anstieg der weiblichen. Dennoch erkranken mehr Männer als Frauen an Krebs.
Lt. Statistik Austria waren das von 1983 bis 2011 506.460 Männer und 497.937 Frauen, also insgesamt ca. 1 Mio Erkrankungen.
Besonders interessant finde ich den Anstieg der Krebserkrankungen von 1983 bis 2011, bei gleichzeitigem Raucherrückgang. Bei Männern waren das 1983 noch ~13.500, 2011 waren es ~19.000.

Statistik 1955-2012

In den 50ern haben 83% aller Männer geraucht. Davon ausgehend, dass jene Raucher der 50er nun, 60 Jahre später, mittlerweile alle (an Krebs) gestorben sind: Warum sinkt die Krebsrate nicht, obwohl nur noch 34% aller Männer rauchen? Ganz im Gegenteil, die Krebsrate steigt – und zwar rasant.

Und was ist mit den Medikamenten? Weltweit sterben mehr Leute an verschreibungspflichtigen Medikamenten als an Heroin und Kokain zusammen. Allein in den USA innerhalb der letzten 27 Jahre 3 Millionen Tote durch verschreibungspflichtige Medikamente. (http://www.zentrum-der-gesundheit.de/tod-durch-medikamente-ia.html) Rund 130.000-150.000 Österreicher sind medikamentenabhängig. Darüber gibt es keine Statistiken die sich auch nur im Geringsten mit Kanzerogenität befassen – im Beipacktext stehts aber…

Mit dem Rauchen und Trinken sollen wir aufhören, weil das ist böse, ABER:

Antibiotika im Fleisch, Schwermetalle im Trinkwasser, Plastik welches Dämpfe und Partikel absondert, Autoabgase dessen Partikel die Blut-Hirn-Schranke durchdringen, demnächst mit Chloroform (Nervengift) behandeltes Hühnerfleisch aus Amerika, erbgutschädigende und allergene Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, Aspartam, Sulfite im Brot, neurotoxische Glutaminsäure im Essen, Pestizide in Gemüse & Obst,…

Ich könnte die Liste noch seitenweise weiterführen.

Das Rauchen ist, wenn überhaupt, nur ein klitzekleiner Tropfen in einem Meer aus Krebsauslösern und maximal ein Trigger.

Zudem darf man nicht vergessen, dass ein Anstieg der Lebenserwartung auch gleichzeitig ein Anstieg des Krebsrisikos ist. Denn: Je öfter eine Zelle sich teilt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für Fehler, zudem ist die Zahl der Zellteilungen durch die Telomere begrenzt (sog. Hayflick-Grenze).
Außer durch das Erreichen der Hayflick-Grenze kann die Seneszenz (Zellsterblichkeit) auch durch Schäden der DNA aktiviert werden. Diese Schäden können beispielsweise durch freie Radikale entstehen, die zudem auch Zellorganismen angreifen können. Abhängig vom Ausmaß der Schäden wird die Zelle entweder vorzeitig sterblich oder leitet bei schwereren Schäden – wenn sie noch teilungsfähig ist – die Apoptose (=”Selbstzerstörungsprogramm”) ein. Dadurch wird verhindert, dass sich im Organismus zu viele geschädigte Zellen ansammeln. Der Grund hierfür ist, dass dadurch die Entartung von Zellen und somit die Entstehung von Krebszellen verhindert wird. Die Seneszenz wird durch die beiden Proteine p53 und pRB reguliert. Defekte in den beiden Tumorsuppressorgenen TP53 und RB1, die für p53 beziehungsweise pRB kodieren, können das Seneszenzprogramm und die programmierte Apoptose ausschalten und zu Krebs führen. Folglich sind Zellen, die sowohl das Seneszenzprogramm als auch die Apoptose umgehen können, Krebszellen.
Mäuse, bei denen gezielt die Expression von p53 herunterreguliert wird, entwickeln dementsprechend sehr leicht Tumore. Wird bei ihnen dagegen p53 überexprimiert, so wird die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung erwartungsgemäß deutlich reduziert. Allerdings ist dies mit dem Effekt verbunden, dass die Lebenserwartung der Tiere durch frühzeitige Alterserscheinungen, wie beispielsweise Osteoporose und universelle Atrophie der Organe, erheblich verkürzt wird.
Aus diesem Sachverhalt schließen einige Forschergruppen, dass das Altern der Preis der weitgehenden Vermeidung von Krebserkrankungen ist.

Früher (Anfänge der Statistikerfassung: 70er, 80er) gab es keine hohe Feinstaubbelastung (Verkehr), keine derartig grausliche Lebensmittelchemie wie heute, der Luftverkehr (ein gigantischer Schadstoffemittent mittlerweile) war gerade mal die Hälfte von heute.

Wähenddessen sinkt die Lebenserwartung übrigens wieder. Weshalb, das kann man z.B. hier nachlesen:

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/lebenserwartung-sinkt-ia.html

 

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